|
Gefahrstoffeinsätze
Dekontamination im Rahmen des Katastrophenschutzes
Nachweis gefährlicher Stoffe, Messaufgaben
Sicherungstrupp bei Großbränden
Sturm und Unwetter
Gefahrstoffeinsätze
Die Feuerwehr Freiburg setzt bei Gefahrstoffeinsätzen ihre Berufsfeuerwehr und die
Abteilung 18 der freiwilligen Feuerwehr ein. Bei Einsätzen dieser Art wird daher
grundsätzlich neben der diensthabenden Wachabteilung der Berufsfeuerwehr auch immer die
Abteilung 18 alarmiert.
Als Einsatzfahrzeuge verwenden wir in diesem Fall den Dekon-LKW P
und den Gerätewagen CSA.
Bedingt durch die besonderen Gefahren bei Einsätzen mit gefährlichen
Stoffen und Gütern, nimmt die Abteilung 18 eine ganze Reihe
verschiedener Aufgaben war.
Dekontamination der Einsatzkräfte
An der Einsatzstelle stellt die zuerst eintreffende Berufsfeuerwehr die
ersten Einsatzkräfte unter Chemikalienschutzanzug
(CSA) und richtet eine Behelfsdekontaminationsstelle ein, bestehend aus
einem luftgestützten Einmann-Dekontaminations-Duschzelt und einem
Strahlrohr. Nach dem Eintreffen der Abteilung 18 komplettiert diese die
Dekontaminationsstelle für die Einsatzkräfte (u.a. mit
Hochdruckreiniger und geeignetem Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel)
und betreibt sie während des kompletten Einsatzes.

Damit die Einsatzkräfte ihre Schutzkleidung
ablegen können, muss diese zunächst von (möglicherweise) anhaftendem
Gefahrstoff gereinigt werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als
Dekontamination. Bei Einsätzen mit biologischen Stoffen werden diese
zuvor mit einem Desinfektionsmittel abgetötet.

Bereitstellung zusätzlicher Einsatzkräfte mit CSA /
Bereitstellung des Rettungstrupps für verunglückte Einsatzkräfte mit CSA
Neben dem Betrieb des Dekon-Platzes unterstützt die Abteilung 18 die
Berufsfeuerwehr mit weiteren Einsatzkräften unter CSA an der
Einsatzstelle sowie einem Sicherungstrupp unter CSA.

CSA Einsatztrupp, hier auf der Atemschutzübungsanlage Hochdorf
Beseitigung ausgetretener umweltgefährdender Stoffe
Bei einem Gefahrgutunfall tritt möglicherweise ein gefährlicher Stoff
aus, z.B. durch eine Leckage. Um eine Gefährdung der Bevölkerung bzw.
der Umwelt zu verhindern, muss zunächst der weitere Austritt des
Stoffes gestoppt werden.

In einem weiteren Schritt muss der bereits ausgetretene Stoff
aufgenommen und der fachgerechten Entsorgung zugeführt werden,
beispielsweise indem der Stoff in einen sicheren Behälter umgepumpt
wird.
Zu diesem Zweck stellt insbesondere der "Gerätewagen Gefahrgut" sowie
die Abrollbehälter "Gefahrgut" und "Bindemittel" der Berufsfeuerwehr
umfangreiche Ausrüstung zur Verfügung.
wieder nach oben
Dekontamination im Rahmen des Katastrophenschutzes
Besteht die Notwendigkeit einer Dekontamination einer größeren Anzahl von Personen
im Rahmen des Katastrophenschutzes, übernimmt die Abteilung 18 diese Aufgabe mit den zur Verfügung
stehenden Komponenten des Dekon-LKW P.

Ein weiteres Einsatzgebiet in diesem Bereich ist die Dekontamination von Fahrzeugen:
Dies ist beispielsweise notwendig bei großräumigen Tierseuchen (Geflügelpest, Vogelgrippe).
Auch hierzu stellt der Dekon-LKW P die entsprechende
Ausrüstung zur Verfügung.
wieder nach oben
Nachweis gefährlicher Stoffe, Messaufgaben
Um möglicherweise auftretende Gefahren abschätzen zu
können, ist es nötig, den Stoff und eventuell auch dessen Konzentration
zu bestimmen. Dieser Nachweis geschieht bei radioaktiven Stoffen durch
die Messung der Strahlung (Geigerzähler), bei Chemikalien durch
entsprechende Nachweisverfahren (z.B. Prüfröhrchen). Diese Messgeräte
befinden sich auf dem Dekon-LKW P
(Rollwagen Kontaminationsnachweisplatz).
Hinweis: Der in Freiburg stationierte ABC-Erkunder wird nicht von der
Abteilung 18 betrieben, sondern vom "Messtrupp" der Berufsfeuerwehr.
wieder nach oben
Sicherungstrupp bei Großbränden
Bei Großbränden stellt die Abteilung 18 einen speziell ausgebildeten
und ausgestatteten Sicherungstrupp bereit („Einsatzabschnitt Sicherheit“).
Das Ziel ist die Sicherstellung der schnellstmöglichen Rettung möglicherweise
verunglückter Einsatzkräfte bei Großbränden.
Für diese anspruchsvolle Aufgabe innerhalb der Feuerwehr Freiburg sind die
Feuerwehrangehörigen der Abteilung 18 speziell und nach den aktuellen Empfehlungen geschult,
die entsprechenden Szenarien werden regelmäßig trainiert.
Als Fahrzeug für diese Art von Einsätzen steht uns ein
Staffellöschfahrzeug zur Verfügung.
wieder nach oben
Sturm und Unwetter
Zur technische Hilfeleistung bei Sturmschäden und Überschwemmungen,
überfluteten Kellern, umgestürzten Bäumen, Schneebruch etc. besitzen wir auf dem
Staffellöschfahrzeug und auf dem
Dekon-LKW P eine entsprechende Ausstattung an Pumpen,
Wassersaugern, Stromerzeugern und Motorsägen.
Damit ist es der Abteilung 18 möglich, die weiteren Abteilungen der Feuerwehr Freiburg
(z. B. bei der Bewältigung großflächiger Schadenslagen) zu unterstützen.
wieder nach oben
|