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Persönliche Schutzausrüstung (Brandeinsatz)
Körperschutz Form 1
Körperschutz Form 2
Körperschutz Form 3
Schutzausrüstung am Dekon-Platz
Persönliche Schutzausrüstung (Brandeinsatz)
Diese standardmäßig bei den Feuerwehren verwendete Schutzbekleidung ist vor allem mit Hinsicht auf Brandeinsätze und technische Hilfeleistung konzipiert. Einerseits bietet sie durch spezielle feuerhemmende Materialien einen guten Schutz gegen die Hitze bei Brandeinsätzen. Andererseits bietet sie aber auch bei technischer Hilfeleistung einen mechanischen Schutz und sowie Schutz gegen Wind, Regen und Kälte. Durch die zahlreichen Reflektorstreifen erhöht sich die Sicherheit bei Einsätzen im fließenden Verkehr, sowohl tagsüber wie auch nachts. Die Mindestausrüstung besteht aus:
- Feuerwehrschutzjacke und Feuerwehrschutzhose, gefertigt aus feuerhemmenden Material und versehen mit Reflektorstreifen
- Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
- Feuerschutzhandschuhe
- Feuerwehrsicherheitsstiefel
Abhängig von der Gefahrenlage kommen noch weitere Bestandteile hinzu:
- Feuerwehrsicherheitsgurt mit Feuerwehrbeil
- Feuerwehrleine im Feuerwehrleinenbeutel
- Atemschutzgerät mit Atemschutzmaske, zum Schutz vor schädlichen Stoffen in der Umgebungsluft (z.B. Brandrauch)
- Flammschutzhaube
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Körperschutz Form 1
Für Einsätze mit gefährlichen Stoffen und Gütern muss der Basisschutz der standardmäßigen Feuerwehrschutzkleidung noch durch weitere Ausrüstung erweitert werden. In der einfachsten Form besteht diese aus einer Kontaminationsschutzhaube, die über der Schutzbekleidung zur Brandbekämpfung getragen wird (hier rechts im Bild). Üblicherweise gehört zu diesem Schutzanzug auch ein Pressluftatemgerät.
Die Kontaminationsschutzhaube (rechts im Bild) bietet einen zusätzlichen Schutz gegen von oben eindringende (z. B. radioaktive) Partikel. Diese Schutzausrüstung ist schnell angelegt, bietet aber nur einen geringen Schutz: Daher wird dieser sogenannte Körperschutz Form 1 nur bei den ersten, dringenden Maßnahmen (Menschenrettung) benutzt. Alle weiteren Trupps rüsten sich mit Schutzbekleidung höherer Sicherheitsstufe aus.
Zu beachten ist außerdem, dass der Körperschutz Form 1 lediglich (eingeschränkten) Schutz gegen die Kontamination mit festen Stoffen bietet, kaum Schutz gegen Flüssigkeiten und keinen Schutz gegen Gase.
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Körperschutz Form 2
Im Bild zu sehen ist ein Kontaminationsschutzanzug speziell für den A-Einsatz (Gefahr durch radioaktive Stoffe), es gibt aber auch ähnliche Ausführungen als Infektionsschutzanzug für den B-Einsatz (Gefahr durch biologische Stoffe) und als Flüssigkeitsschutzanzug für den C-Einsatz (Gefahr durch chemische Stoffe).
Der Kontaminationsschutzanzug Form 2 wird an Stelle des üblichen Feuerwehrschutzanzuges getragen. Er bietet einen guten Schutz gegen Feststoffe, einen begrenzten Schutz gegen Flüssigkeiten und weiterhin keinen Schutz gegen die Kontamination mit Gasen.
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Körperschutz Form 3
Dies ist die höchte Schutzform. Der sogenannte Chemikalienschutzanzug, oder kurz CSA, bietet nicht nur einen wirksamen Schutz gegen Feststoffe, er ist zudem auch noch flüssigkeits- und gasdicht. Weiterhin ist er gegen viele Chemikalien beständig. Die Versorgung des Feuerwehrmanns mit Atemluft geschieht über einen normalen Pressluftatmer, der allerdings im Innern des Anzugs getragen wird. Dabei gelangt die Ausatemluft zunächst in das Innere des Anzugs, bevor sie dann über Überdruckventile nach außen entweicht.
Diese hohe Schutzstufe hat allerdings auch ihren Preis: Das Arbeiten unter CSA ist körperlich außerordentlich belastend, daher ist die Einsatzdauer generell auf 20 Minuten beschränkt. Weiterhin ist die Sicht eingeschränkt, und die Kommunikation insbesondere innerhalb des Trupps, aber auch mit weiteren Einsatzkräften "draußen" ist in sinnvoller Weise nur über Funk möglich.
Als letztes sei noch darauf hingewiesen, das der CSA-Trupp sowohl beim Anlegen wie auch beim Ablegen der Schutzkleidung auf Unterstützung durch Dritte angewiesen ist. Nach dem Einsatz begibt sich der CSA-Trupp zum Dekontaminationsplatz, an dem nach vorheriger Dekontamination (und gegebenenfalls Desinfektion) das Ablegen des CSA mit Unterstützung des Dekon-Trupps vorgenommen wird.
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Schutzausrüstung am Dekon-Platz
Für die Einsatzkräfte am Dekontaminationsplatz ist in der Regel nur Schutzkleidung geringerer Schutzstufe erforderlich. So wird an Stelle des Pressluftatmers ein Filter verwendet (ABEK2-P3), und es kann auf den Feuerwehrhelm verzichtet werden. Diese leichte Schutzkleidung ermöglicht längere Einsatzzeiten, da insbesondere die körperliche Belastung bei weitem nicht so hoch ist wie z.B. beim Arbeiten im Chemikalienschutzanzug.
Dekontaminationstrupp im Spritzschutzanzug. Diese Spritzschutzanzüge sind Einmalanzüge und werden generell nach einmaliger Benutzung entsorgt.
Nachweis radioaktiver Strahlung am Kontaminationsnachweisplatz. Die Einsatzkraft ist durch Atemschutzmaske, Feuerwehrfilter ABEK2-P3, Reaktorschutzanzug (aus Leinenstoff), weiße Überschuhe und Chemikalienschutzhandschuhe gut vor der Kontamination durch radioaktive Partikel geschützt. Dennoch erlaubt diese Schutzkleidung ein gutes Bedienen der Messgeräte.
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